
Geschichte
130 Jahre Haacke:
Erfolgreich ins neue Jahrtausend
Ein Unternehmen mit großer ökologischer Tradition
1879

1879 wurde die Firma Haacke im niedersächsischen Celle durch Senator Albert Haacke gegründet. Die entscheidenden Impulse dafür kamen durch die Erfindung der Dampfmaschine von Watt und später durch die Kühltechnik von Borsig. Diese bahnbrechenden Innovationen machten den Einsatz von Dämmstoffen notwendig. Fortan befaßte sich das Unternehmen mit der Entwicklung, Produktion und der Verarbeitung solcher Materialien. Verwendet wurden damals Kieselgur und Kork. Da die industrielle Revolution besonders stark in England griff, wechselte zeitweise sogar der Firmensitz nach London. Darüber hinaus bestand auf dem europäischen Festland ein Netz an Niederlassungen - bis nach Königsberg.
1896

Bereits 1896 stellte das Celler Unternehmen auch Korkdämmprodukte für den Hochbau her. Haacke profilierte sich zu einem führenden Anbieter und erhielt für seine Isoliermittel gegen Wärme, Kälte und Schall bereits am 11. Juli 1909 eine Goldmedaille auf der Leipziger Messe. Nach dem zweiten Weltkrieg begann die Ablösung der Naturmaterialien durch Glasfaser und Mineralwolle und ab 1950 dann durch Polystyrol-Hartschaum. Acht Jahre später meldete Wolfgang Haacke einen 'Algoramik®'-Isolierklinker zum Patent an. Das speziell entwickelte Element basiert auf einer kraftschlüssigen Verbindung von Klinkern und Styropor; es ist frei von jedem Kleber und wird auf die Fassade geschraubt. In der Fachwerkstadt begann die Ära einer industriellen Vorfertigung.
Wen wundert's, daß sich der junge und engagierte Firmeninhaber nach Möglichkeiten umsah, das hochwertige Produkt umfassend zu vermarkten. Zu dieser Zeit machten in Deutschland Ideen eines revolutionierenden Fertigbaus die Runde. In Celle begeisterte man sich für das Prinzip der Vorfertigung eines ganzen Hauses. Was lag näher, als den Holztafelbau zu wählen, der sich am Konstruktionsprinzip Celler Fachwerkhäuser orientierte.
1959

Erste Anfänge des Fertigbaus bei Haacke sind auf 1959 datiert. Ohne Marketingprofis von heute begann man sich damals nach Absatzmärkten vor den Werkstoren umzusehen. Die Geburtsstunde des modernen Fachwerkhauses in Holzrahmenbauweise schlug, denn diese Entscheidung ermöglichte gleichzeitig den Einsatz der eigenen Fassadenelemente. Das Leitmotiv leuchtete auch ein: bezahlbares, regionaltypisches Bauen durch industrielle Vorfertigung und in gleichbleibend hoher Qualität. Drei Jahre später präsentierte das Celler Unternehmen erstmals ein solches Eigenheim, der Durchbruch am Markt begann. Schritt für Schritt stieg - nun Haacke-Haus - die Stufenleiter zum Marktführer im Fachwerkhausbau empor.
1979

1979 eröffnete das Unternehmen am Werksstandort Celle seinen eigenen Musterhaus-Park - bis heute ein attraktives Schaufenster Haacke'scher Hausbaukunst.
1992

Unter dem Motto 'Zurück zu den Wurzeln' besann man sich nach der Wende 1990 auch auf frühere Standorte - den Markt in Mitteldeutschland. 1992 erfolgte im brandenburgischen NeuPlötzin der Spatenstich für ein zweites Werk. 20 Millionen Mark investierte das Unternehmen dort in eine hochmoderne Fertigung und einen zweiten Musterhaus-Park.
1998

Im Jahr 1998 erlebt das Gesamtprogramm eine neue Bereicherung mit dem 'Naturhaus', gewissermaßen die ökologische Krönung einer Tradition. Kernstück des Ganzen ist die diffusionsoffene Doppelwand, angereichert mit natürlichen Dämmstoffen und frei von Chemie. Damit stellt sich der Celler Anbieter auf die wachsende Schar von Bauherren ein, die überaus großen Wert auf Wohngesundheit legen. Außerdem erreicht Haacke jetzt auch alle, die ein Faible für Holzfassaden haben.
Zum Fertighausprogramm gehören nach wie vor die hochwärmedämmenden Isolierklinker-Elemente. Sie sorgen im Neubau und im wachsenden Sanierungsmarkt für niedrige Energiekosten, attraktive und langlebige Fassaden. Zur Produktpalette zählt aber auch 'Cellco-Wärmeschutz', ein einmaliges Produkt, das bei der Sanierung von Alt- und Fachwerkbauten eingesetzt wird. Es besteht aus Kork, Lehm, Kieselgur und Stroh. Der durch und durch natürliche Wärmeschutz für die innere Dämmung kann per Hand gestampft oder mit einer Putzmaschine ausgebracht werden.
2000
Wolfgang und Rosemarie Haacke sind heute Inhaber in der dritten Generation. 1996 übergaben sie den Staffelstab an Jüngere. Dieser Schritt ist einmalig für die Fertighausbranche. Ihre Erfahrungen bringen beide weiterhin in einem Beirat ein. Heute führt Detlef Bühmann die Geschäfte. Das Stammkapital sind motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter mit der Bereitschaft zu Leistung und Onnovation. So bleiben die sechs Buchstaben auch im neuen Jahrtausend ein Marken- und Gütezeichen solider Handwerksarbeit. ökologischen Engagements und einzigartiger Hausbaukultur.
2001

Eine moderne Architektur, stilsicher komponiert, zeichnet die neu auf den Markt gebrachte Entwurfsreihe 'Stadtvilla' aus. Wie es der Name schon sagt, spricht dieses anspruchsvolle und großzügige Haus Liebhaber moderner Sachlichkeit und Freunde von Ästhetik an, die auch gern in städtischen Lagen wohnen. Verschiedene Grundvarianten der 'Stadtvilla' wurden entwickelt. Sie können anderthalb oder zweigeschossig ausfallen. Durch verschiedene Fassadensysteme, wie Klinker, Putz, Holz oder Naturstein, können ganz unterschiedliche Akzente im Auftreten dieses Hauses gesetzt werden. Von namhaften Fachjournalisten wurde die Haacke-Stadtvilla zum Haus des Jahres gekürt. Der moderne und frische Entwurf hat viele Fans gewonnen - und manche schlechte Kopie erfahren. Wie im Leben sonst auch, lohnt es sich jedoch auf das Original zu setzen.
Individuelles Bauen, attraktive Architektur und moderne Technik müssen keine Gegensätze sein. Das beweist Haacke auch im Rahmen des Drei-Liter-Forschungsvorhabens, das vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Celle, durchgeführt wurde. Stellvertretend für die gesamte Fertighausbranche war das ortsansässige Unternehmen mit zwei Häusern vertreten. Die Prüfung durch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik attestiert den Standard eines Drei-Liter-Hauses. Wichtigste Voraussetzung dafür sind die hochwärmegedämmten Außenwände, in der sich die über 120-jährige Erfahrung des Unternehmens im Kälte-, Wärme- und Schallschutz niederschlägt.
2002
Zum zweiten Mal wurde in Celle ein Wohnhaus an die Eigentümer übergeben, das als Forschungsobjekt zur Verfügung steht. Nach einem Stadthaus im Drei-Liter-Haus-Standard betreut das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), Stuttgart, zwei Jahre lang das erste Passivhaus nach Energieeinsparverordnung (EnEV). Errichtet wurde dieses Haus in der Architektur der Programmlinie "Stadtvilla". Hohe Ästhetik, moderne Architektur und lichtes Wohnen werden hier ebenso erreicht wie ein äußerst sparsamer Energieverbrauch; er beträgt nur 15 Prozent eines nach neuesten Vorschriften errichteten Einfamilienhauses. Haacke setzt sich damit erneut technologisch an die Spitze. Ziel ist der Erhalt begrenzter Ressourcen, mit denen es schonend umzugehen gilt.

Zwei Jahre lang haben die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Stuttgart ein Drei-Liter-Haus von Haacke einem Praxistest unterzogen. Mit Hilfe von über 100 Meßpunkten wurde die rechnerisch ermittelte Primärenergiebilanz des Hauses einer Überprüfung unterzogen. Und tatsächlich unterschreiten die realen Energieverbräuche die theoretisch ermittelten Werte noch deutlich. Damit ist Haacke das weltweit erste und einzige Unternehmen, dem nach umfangreichen Untersuchungen attestiert wird, mit seinen Häusern die Anforderungen der Energieeinsparverordnung sowie die Kriterien des Drei-Liter-Haus-Standards auch in der Praxis zu erreichen.
Haacke feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. In diesem Jubiläumsjahr entwickeln sich alle drei Produktbereiche -Haacke-Haus, Haacke-Isolierklinker und Haacke-Cellco- trotz eines schwierigen Marktumfelds positiv. Seriöses Auftreten am Markt, Sicherheit und Verläßlichkeit für den Kunden und die Innovationskraft des Unternehmens haben Haacke dieses in der Bauindustrie nur selten anzutreffende Alter erreichen lassen. Diese Tugenden sind die Basis auch zukünftiger Erfolge.

Das Unternehmen beschäftigt cirka 300 Mitarbeiter am Stammsitz in Celle und im Werk Potsdam/Neu Plötzin. Zurzeit werden 10 Prozent der Beschäftigten in den Berufen Industrie- und Informatikkaufleute, Betriebswirte (BA), Bauzeichner und Zimmerer ausgebildet.
2005

Haacke wird mit dem Großen Deutschen Fertighauspreis "Golden Cube" 2005 ausgezeichnet. Eine unabhänige Jury mit namhaften Architekten und international renomierten Bauphysikern würdigte die StadtVilla von Haacke wegen seiner einzigartigen Architektur, der ökologischen Werthaltigkeit, dem energetischen Konzept und dem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältniss.
2007
Haacke baut den Export nach Russland weiter aus. Nach St. Petersburg und Kaliningrad wird auch in der Metropole Moskau ein weiterer Vertriebs- und Montagestandort eröffnet.
2009
Gründung der Haacke Energie-Effizienz (HEE). Neben dem Haacke IsolierKlinker wird auch die Produktsparte Haacke Kapillar-Dämmsysteme in die HEE integriert. Diese Sparte liefert Produkte für die Innendämmung von Gebäuden. Neben Kork- und Perliteelementen in unterschiedlichen Stärken wird auch der patentierte und bauaufsichtlich zugelassene Cellco Wärmedämmlehm in das Produkt-Portfolio übernommen. Dieses insbesondere für denkmalgeschützte Objekte sowie Fachwerkbauten höchst geeignete Produkt ist eine Eigenentwicklung aus dem Hause Haacke und wird als Platte oder Stampfware geliefert. Weitere Informationen unter: www.haacke-cellco.de
Mitte 2010 übernimmt der Neffe des Seniorchefs Wolfgang Haacke, HerrAlbert Haacke, die alleinige Geschäftsführung der HEE.